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Paragrafenzeichen und Gesetzesverweise

Das Paragrafenzeichen steht für den Bezug auf ein Gesetz. Im juristischen Kontext folgt im Fließtext hinter dem Paragrafenzeichen ein umbruchgeschütztes Leerzeichen, die Zahl der Rechtsnorm und das Gesetzes- oder Verordnungskürzel nach einem weiteren Leerzeichen.

Dem betrunkenen Autofahrer droht gemäß § 69 Abs. 2 Nr. 2 StGB nicht nur ein böses Erwachen.

Die Konkretisierung eines Gesetzesbezugs erfolgt durch Angabe eines Absatzes, Satzes, Buchstabens oder einer Nummer.
– Der Absatz kann als römische Zahl (Art. 3 III GG), üblicherweise aber mit dem Kürzel „Abs.“ und der dazugehörigen arabischen Ziffer (§ 242 Abs. 2 StGB) angegeben werden.
– Einer Nummer aus einer Aufzählung geht das Kürzel „Nr.“ voraus.
– Eine Gesetzesstelle kann mit Sätzen und Halbsätzen durch Verwendung der Kürzel „S.“ bzw. „HS.“ konkretisiert werden.
Die Reihenfolge dieser Angaben ist ggf. entsprechend der Hierarchie der Gesetzesstelle anzupassen.

Das Paragrafensymbol sowie die Kürzel für Absatz, Nummer, Satz und Halbsatz sollten durch einen ungünstigen Zeilenumbruch nicht von der dazugehörigen Zahl getrennt werden. Daher sollte in diesen Gruppen jeweils stets mit umbruchgeschützten Leerzeichen (Strg+Umschalt+Leertaste) gearbeitet werden.

Das Wort Paragraf als besondere Hervorhebung im Text (auch zum Beispiel in einer Überschrift) kann auch mit ph, also Paragraph, geschrieben werden. Mit der neuen Rechtschreibung sind beide Schreibweisen zulässig – der Duden empfiehlt jedoch die mit f. In jedem Fall sollte die Schreibweise mit anderen auf -graf endenden Wörtern (Fotograf, Biografie, usw.) einheitlich gehalten werden.

„Schreibweise von Zahlen“