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Schriftgröße

Schriftgrößen werden in der digitalen Textverarbeitung üblicherweise in Punkt (pt) angegeben. Ein Punkt entspricht einer Höhe von umgerechnet 0,352 mm. Am Bildschirm, zum Beispiel für die Webtypografie, werden Schriftgrößen in Pixel (px) angegeben.

Eingeteilt werden Schriftgrößen in vier Gruppen. Für den Lesetext sowie für verschiedene Ebenen der Überschriften sollte je eine Schriftgröße festgelegt werden – aber insgesamt nicht zu viele!
Schaugröße (19 – 48 pt) für Titel und Kapitelüberschriften
Auszeichnungsgröße (13 – 18 pt) für Abschnittsüberschriften
Lesegröße (8 – 12 pt) für den Lesetext und Fußnoten
Konsultationsgröße (6 – 7 pt) für „Kleingedrucktes“, Ratschläge, Gebrauchsanweisungen

Der Schriftgrad einer Schriftart ist immer etwas größer als die reine Summe aus Ober-, Mittel- und Unterlänge der Buchstaben. Das liegt am Ursprung im Bleisatz-Druckverfahren. Daher sagt der Schriftgrad nicht viel über den subjektiven, optischen Eindruck einer Schriftgröße aus. Als Beispiel drei Schriftarten in jeweils 20 pt:

Hier wird deutlich, dass es trotz gleichen Schriftgrades starke Abweichungen gibt – am besten an den Mittellängen der Kleinbuchstaben zu erkennen. Deshalb werden in Gestaltungsvorgaben serifenlose Schriftarten wie Arial oft von vornherein mit einem kleineren Schriftgrad als Times New Roman angeben.

Je wichtiger die Arbeit, desto mehr Aufwand sollte in die Wahl einer passenden Schriftart gesteckt werden. Um einen aussagekräftigen Eindruck einer Schriftgröße zu bekommen, lohnt es sich, jede zur Wahl stehende Schriftart mit einer Seite Fließtext auszudrucken und auf dem Papier miteinander zu vergleichen.
Der Schriftgrad kann auch mit Dezimalstellen (z. B. 11,5 pt) angegeben werden!

„Grundlagen der Typografie“