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Fremdwörter im Deutschen

Midlifecrisis und Midlife-Crisis, Carsharing und Car-Sharing

Mehrgliedrige Fremdwörter aus der englischen Sprache können im deutschen Gebrauch mit einem Bindestrich verbunden oder ohne zusammengeschrieben werden. Ausschlaggebend für oder gegen den Einsatz des Bindestrichs sollte sein, ob das Wort ohne Bindestrich problemlos gelesen werden kann. Siehe hierzu auch die grundsätzlichen Hinweise zum Bindestrich.

Die Schreibweise Hobbies mit der Endung -ies ist falsch

Der Plural englischer Nomen, die auf -y enden (Hobby, Party, Story), wird nicht wie im Englischen gebildet. Im Deutschen ist die Pluralendung -ies hierfür nicht richtig (Hobbies, Parties und Stories). Stattdessen wird bei uns das Plural-s direkt an die Singularform angehängt: Hobbys, Partys, Storys.

Beispiele für das Konjugieren englischer Wörter im Deutschen

Der Gebrauch von Anglizismen – englische Wörter, die ins Deutsche eingeflossen sind – ist völlig normal und legitim. Was aber, wenn Verben wie surfen, googlen, canceln konjugiert werden müssen? Der Duden behandelt auf -en endende, englische Lehnwörter wie deutsche Verben, die auf -en enden (z. B. sagen).

liken: ich like, du likst, er likte, sie hat gelikt (nicht geliked oder geliket)
stylen: ich style, du stylst, er stylte, sie hat gestylt (nicht gestyled oder gestylet)

Auch wenn der Gebrauch von konjugierten Anglizismen zulässig ist, sehen derartige Verben wie im nebenstehenden Beispielsatz doch ziemlich beknackt aus. Bildungssprachlich ist auf so eine Spielerei natürlich zu verzichten!

Die französischen Endungen und -ée (Exposé, Séparée) können im Deutschen in einigen Wörtern durch ee ersetzt werden. Ob die Schreibweise Exposee oder Exposé gewählt wird, steht dem Autor frei. Die Schreibung ohne Akzent hat sich in vielen Fällen schon lange durchgesetzt: Armee, Chaussee, Entree, Renommee, Püree.

„Verzwickte Rechtschreibregeln“